Chronik
Der TAUNUSKLUB NIEDERREIFENBERG 1903 e.V. wurde bereits im Jahre 1902 gegründet, und zwar anläßlich der Einweihung des Feldbergturmes am 12. Oktober 1902. An diesem Tage haben sich die Gründer (soweit bekannt) Peter Herr, Franz Hammer, Wilhelm Eckermann, Josef Anton Ochs, Johann Herr, Joseph Messer, Wilhelm Ungeheuer III, während der Einweihungsfeier des Feldbergturmes entschieden, in der damals selbständigen Gemeinde Niederreifenberg, zu der auch die Gemarkung des Feldberges gehörte, einen eigenen TAUNUS-CLUB zu gründen.
Seither wurde der Verein unter den Namen TAUNUS-CLUB, TAUNUS-BUND und TAUNUSKLUB geführt, bis dem Klub am 8. Dezember 2002 der Name
TAUNUSKLUB NIEDERREIFENBERG 1903 e.V.
gegeben wurde und entsprechend in das Vereinsregister beim Amtsgericht Usingen eingetragen wurde. Erste Aktivitäten des Klubs sind im Jahre 1903 verbrieft und daher das Jahr 1903 im Vereinsnamen.
1903 – 1924
Als erster Vorsitzender wird in den Kassenberichten 1903 – 1910 Peter Herr genannt. Anschließend ging der Vorsitz, soweit aus den Kassenberichten erkennbar, an Herrn Abel über, der bis 1924 den Vorsitz innehatte. Seit 1903 liegen lückenlos die Kassenführungsberichte vor. Der erste Kassenbericht aus dem Jahre 1903 weist Einnahmen in Höhe von 182,55 Mark und Ausgaben in Höhe von 173,55 Mark aus, so daß nach dem ersten Kassenjahr ein Überschuß von 9,00 Mark übrig blieb.

1924 – 1933
Am 1. Juni 1924 gab sich der Verein, er nannte sich zu diesem Zeitpunkt TAUNUS- CLUB Zweigverein Niederreifenberg, die ersten Statuten (heute würden wir das Satzung nennen), die auf siebzehn Seiten in deutscher Handschrift und in 16 Paragraphen vom Vereinsnamen bis zur möglichen Auflösung des Vereins alles beinhaltete. Die „Statuten“ wurden vom damaligen Vorstand, vertreten durch den Vorsitzenden, Herrn Hauptlehrer Roth, sowie vom Schriftführer Ungeheuer unterzeichnet.
Regelmäßige, größtenteils monatlich niedergeschriebene Berichte geben seit 1924 genaue Aufschlüsse über die Aktivitäten der monatlich durchgeführten Sitzungen als auch die jährlichen Hauptversammlungen, die unterschiedlich rege besucht waren, was sich in Anwesenheitslisten von 8 – 26 Personen ausdrückt. Der TAUNUS-CLUB war von Beginn an für Mitglieder beiderlei Geschlechts offen und Frauen und Männer waren auch in nahezu gleicher Anzahl vertreten.
Taunusklub Niederreifenberg in Rüdesheim 1930

1933 – 1940
Am 25.März 1933 gab Herr Hauptlehrer Roth den Vorsitz ab und zum neuen Vorstand wurde gewählt: 1. Vorsitzender: P.J. Ungeheuer, 2. Vorsitzender: Anton Herr, 1. Schriftführer: Josef Ungeheuer (Weilquelle), 2. Schriftführer: Josef Herr, Kassierer: August Spieß, Beisitzer: Johann Herr, Wilhelm Wagner, Th. Usinger, Frau Adam Herr (Klara), Frau J.H. Ungeheuer (Anna)
Bereits kurz darauf, nämlich am 4. Aug. 1933, übernahm Herr Johann Herr den Vorsitz des Taunus-Clubs. Herr P.J. Ungeheuer nahm den stellvertretenden Vorsitz an und blieb stellvertr. Vorsitzender bis zu seinem Tode im Jahre 1937. Als Nachfolger zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Herr Wilhelm Klosterhalfen gewählt.
Seit 1937 wurde der Name TAUNUS-Bund geführt. An der Gründungsversammlung des TAUNUS-BUNDES wurde nicht teilgenommen, weil am gleichen Tage das Feldbergfest stattfand. Das Fernbleiben wurde in einem Entschuldigungsschreiben an die Ortsgruppe Eltville begründet.
Vordere Reihe sitzend v.l.n.r.: Anton Riegel, Willi Usinger, Klara Herr, Katharina Waldschmitt, Anna Ungeheuer, J.H. Ungeheuer, Ria Ungeheuer
1940 – 1949
Herr Wilhelm Klosterhalfen sprach dem Turmwächter, Herrn Müller, das Beileid im Namen des TAUNUS-BUNDES der Ortsgruppe Niederreifenberg aus und überreichte eine Spende der Mitglieder.
In den Jahren der Kriegswirren wurde die Verbindung mit dem Stammklub Frankfurt durch Wilhelm Klosterhalfen aufrechterhalten, obwohl kein offizielles aktives Vereinsleben stattfand.
Der im Jahre 1940 festgestellte Kassenbestand von 12,50 Reichsmark wurde am 31.12.1949 gelöscht, da durch die Währungsreform die Reichsmark ihre Gültigkeit verlor.

1949 – 1953
Am 4.12.1949 wurde wieder ein Vorstand gewählt. Die Wahl fand im Gasthaus „Zum Kühlen Grunde“ in Niederreifenberg statt und es nahmen bereits wieder 29 Mitglieder an der Wahl teil.
Folgende Vorstandsmitglieder wurden gewählt:1. VorsitzenderWilhelm Eppel,2. VorsitzenderTheodor Usinger sen.,SchriftführerHermann Beuth,KassiererJosef Herr

v.l.n.r.: J.H. Ungeheuer, Theodor Usinger, Josef Ungeheuer, Franz Langolf, Johann Messer, Bürgermeister Magnus Buch, Pfarrer Theodor Hartgen, Anton Herr, Anton Messer.

v.l.n.r.: Anna Ungeheuer, Heinrich Hammer, Walter Herr, Christel Grimm, Josef Ungeheuer, Philip Eckermann, Heinrich Jacobi, Gustl und Fritz Seewald, Therese Usinger, Berta Usinger, Anton Riegel, Maria Eckermann
1953 – 1956
Die Vorstandswahlen am 11.1.1953 ergaben einen Wechsel im Vereinsvorstand. Gewählt wurden zum:
1. Vorsitzenden: Willi Klappers, 2. Vorsitzenden: Theodor Usinger, Schriftführer: Hermann Beuth, Kassierer: Josef Herr, Wanderwart: Josef Ungeheuer, Gesangswart: Anton Brendel,


Erstmals wurde bei dieser Vorstandswahl ein Gesangswart benannt, der damit der besonderen Geselligkeit im Verein Rechnung tragen sollte. Im Jahre 1955 beschloß die Vereinsversammlung, wegen der Ablehnung einer Gondelbahn im Taunus, an die zuständigen Stellen ein Protestschreiben abzusenden.
Ausflug nach Bad Neuenahr 15. August 1957

1956 – 1965
Am 22.11.1956 stellte der bisherige 1. Vorsitzende, Willi Klappers, sein Amt zur Verfügung. Ein neuer Vorstand wurde gewählt, der sich wie folgt zusammensetzte:1. VorsitzenderTheodor Usinger sen.2. VorsitzenderWilhelm KlosterhalfenSchriftführerHermann BeuthSchatzmeisterJosef HerrWanderwartJosef UngeheuerWegewartAnton BrendelHeimatkundeFritz Seewald
Regelmäßige Wanderungen und viele gesellige Ausflugsfahrten bestimmten die späten 50er und frühen 60er Jahre. Man konnte sich wieder etwas leisten und genoß den neuen Wohlstand, was sich einmal sogar in einer Mitglieds-Spende von 100 Litern Wein anläßlich eines Ausfluges ausdrückte. Da waren die etwa 30 Teilnehmer des Ausfluges bestimmt nicht verdurstet. Ein Amateurfilm aus diesen Jahren zeigt viele heute noch bekannte Gesichter, von denen freilich nur noch ganz wenige leben und spiegelt den Frohsinn dieser Jahre wider.

v.l.n.r.: Ulrike Herr, Hans Robert Riegel, Gerald Lichtenberg, Andreas Herr, Thomas Herr, Astrid Hammer, Luana Hammer, Susanne Herr

v.l.n.r.: Wilhelm Klosterhalfen, Rosemarie Herr, Friedrich Laux, Heidi Jost, Gisela Reinhard mit Freundin

Vereinsausflug des Taunusklub Niederreifenberg zum Weinfest am 4. Oktober 1964 nach Bacharach
1965 – 1982
Am 23.1.1965 starb der 1. Vorsitzende Theodor Usinger sen.. Aus diesem Grunde fand am 4.4.1965 die Neuwahl des 1. Vorsitzenden statt, zu dem einstimmig Hermann Beuth gewählt wurde, der den Verein fortan bis zum Jahre 1982 als 1. Vorsitzender führte.
1967 wurde Fritz Seewald sen. zum 2. Vorsitzenden gewählt.
Die Vereinsjahre 1965 – 1982 waren durch viele Wanderungen und gesellige Aktivitäten geprägt. Der Vorsitzende, Hermann Beuth, war als Kaufhausbesitzer eine sehr bekannte Persönlichkeit in Niederreifenberg und für seine immer fröhliche Art bekannt.

v.l.n.r. Josef Herr, Fritz Seewald, Heini Erdel, Wilhelm Klosterhalfen, Hermann Beuth, Hermann-Josef Klosterhalfen, Gisela Klosterhalfen, Anni Brendel, Bert Klappers, Werner Metze, Magda Metze, Josef Brendel, Petra Metze, Helga Joester, Heinz Joester

v.l.n.r.: Günter Herr, Magda Metze, Anna Beuth, Anneliese Herr, Helga Herr, Werner Metze, Astrid Hammer, Harald Klappers, Katharina Klappers, Hans Herr, Fritz Seewald, Hermann Beuth, Alfred Herr
1982 – 2003
Aus gesundheitlichen Gründen mußte Hermann Beuth sein Amt als 1. Vorsitzender zur Verfügung stellen. Josef Herr, der seit 1953 die Kasse führte, mußte ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen sein Amt aufgeben. Sein Sohn, Günter Herr, stellte sich als Nachfolger des Kassenführers zur Wahl. Bei den Wahlen am 23.1.1982 wurden folgende Mitglieder in den Vorstand gewählt:1. VorsitzenderSiegfried Diehl2. VorsitzenderFritz SeewaldKassiererGünter HerrSchriftführerinHelga HerrWegewartWilli UsingerWanderwartHeinrich ErdelBeisitzerRia Ohlenschläger, Ria Herr, Magda Metze,
Im Jahre 1983 verstarb der 2. Vorsitzende, Fritz Seewald. In der nächsten folgenden Hauptversammlung am 18.2.1984 wurde zum 2. Vorsitzenden Herr Berthold Eigner gewählt. Die anderen Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt.
Seit 1982 wurden die Wanderungen des Vereins regelmäßig, mindestens einmal monatlich, durchgeführt und unter Berücksichtigung der verschiedenen Leistungsfähigkeiten der Wanderfreunde in verschiedene Etappen aufgeteilt. Tagestouren über 25 km sowie Mittelstrecken von 10 km und Kurzstrecken von 2-3 km stehen regelmäßig auf den monatlichen Planungen, wobei besonderer Wert darauf gelegt wird, daß eine gemeinsame Endrast stattfindet, um die Geselligkeit aller Vereinsmitglieder zu fördern.
Seit einigen Jahren werden jährliche Mehrtagestouren durchgeführt, die regel-mäßig von Himmelfahrt (Donnerstag) bis zum darauffolgenden Sonntag stattfinden und über durchschnittlich 100 km Wanderstrecke führen. Der Rennsteig, der Harz, der Teutoburger Wald, die Moorlandschaft zwischen Bremen und Osnabrück, die Pfalz, die Oberpfalz, die Saarschleife und das Coburger Land wurden bisher erwandert.

Ausflug in die Rhön im Jahre 2002
Vorne v.l.n.r.: Erwin Ungeheuer, Elfriede Ungeheuer, Helga Herr, Rosemarie Knippler-Eid, Marianne Sell, Heidi Prokasky, Anneliese Dlabal
Mitte v.l.n.r.: Günter Sell, Erwin Knippler, Siegfried Diehl, Günter Herr, Uwe Krüger, Brunhilde Krüger, Gisela Eigner, Berthold Eigner
Hinten v.l.n.r.: Marianne Nagel, Uli Nagel, Fritz Bock, Karin Maxeiner, Ingeburg Bock, Bodo Maxeiner, Dr. Michael Schmidt, Dr. Rolf Bauer
Der jetzige Vorstand bis zum Jahre 2003 stellt sich vor:
1. Vorsitzender Siegfried Diehl
2. Vorsitzender Berthold Eigner
Kassenwart Bodo Maxeiner
Schriftführerin Helga Herr
Wanderwart Wolfgang Dlabal
Beisitzer Karin Maxeiner, Erna Wahler
Ehrungen im Jahre 2003 anläßlich der 100-Jahrfeier
Für 50 Jahr Mitgliedschaft
Reinhold Hammer, Günter Herr, Marianne Herr, Walter Herr, Willi Usinger.
Für 40 Jahre Mitgliedschaft
Berthold Erdel, Hannerose Erdel, Edith Faust, Lothar Faust, Alfred Herr, Helga Herr, Maria Herr, Werner Metze, Elfriede Ungeheuer, Erwin Ungeheuer.
Für 25 Jahre Mitgliedschaft
Dr. Rolf Bauer, Ursula Bauer, Gretel Hofmann, Reinhold Hofmann.

Organisationsausschuss 100-Jahrfeier
Dr. Rolf Bauer, Fritz Bock, Siegfried Diehl, Wolfgang Dlabal, Berthold Eigner, Helga Herr, Bodo Maxeiner.
Impressum zur Festschrift 100-Jahre-Taunusklub Niederreifenberg
Herausgeber: Taunusklub Niederreifenberg 1903 e.V. Redaktion & Layout: Anne & Wolfgang Dlabal Anzeigenleitung: Siegfried Diehl, Berthold Eigner Texteingabe & Umbruch: Bodo Maxeiner, Anne Dlabal Bildarchiv: Helga Herr, Reinhold Hammer Titelbild & Bildbearbeitung: Wolfgang Dlabal Druck: Fa. Pollinger, Frankfurt/Main
2004
Neuer Vorstand wird gewählt und
2006
bei Neuwahl bestätigt (Ein Beisitzer ab 2006 neu)
Der Vorstand des TAUNUSKLUB NIEDERREIFENBERG 1903 e.V. wird neu gewählt. Das jetzt gewählte Vorstandsteam setzt sich wie folgt zusammen:
1. Vorsitzender: Bodo Maxeiner
2. Vorsitzender: Berthold Eigner
Kassenführer: Fritz Bock
Schriftführer: Wolfgang Dlabal
Wanderführer: Siegfried Diehl
Beisitzer ab 2004: Erna Wahler, Karin Maxeiner
Beisitzer ab Wahl 2006: Karin Maxeiner, Dr. Michael Schmidt
Rechnungsprüfer: Dr. Rolf Bauer, Günter Herr
stv. Rechnungsprüfer: Uwe Krüger

2018
neuer (alter) Vorsitzender
Am 11.März 2018 nach 14 Jahren erfolgreichem Vorsitz gibt Bodo Maxeiner sein Amt wieder zurück an Siegfried Diehl. 2004, kurz nach der 100-Jahrfeier, war es eine gute Entscheidung. Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
1.Vorsitzender: Siegfried Diehl
2.Vorsitzender: Michael Bös
Kassiererin: Traudi Roos
Schriftführerin: Inge Bock
Wander- und
Wegewart: Harald Klappers
1.Beisitzer: Dr. Michael Schmidt
2.Beisitzer: Karin Maxeiner
3.Beisitzer: Bodo Maxeiner

2021 Mitglieder ändern Beisitzer
Die Mitgliederversammlung am 19.09.2021 im Gasthaus „Deutsches Haus“ in Oberems bestätigt die Änderung im Vorstand. Die Beisitzer(in) Karin Maxeiner, Bodo Maxeiner und Dr. Michael Schmidt geben ihr Amt an Birgit Braun, Fritz Bock und Siggi Sacher ab.
Vorstand 2023 erhält einen neuen Wanderwart

48 Mitglieder*innen feierten den 120zigsten Geburtstag des Taunusklubs Niederreifenberg im Gastrobereich der Jahrtausendhalle. dazu waren trotz kleiner interner Feier viele Vorbereitungen zu treffen. Inge, Karin, Elfriede und Petra halfen die Tische einzudecken und zu dekorieren, Gläser zu spülen und den Gastraum gemütlich für die Gäste herzurichten. Viele Hände hatten sich auf der Liste für Vor- und Nachspeisen sowie Salate für das Buffet eingetragen. Vielen Dank.
Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden sprachen auch die Bürgermeisterin Julia Krügers der Gemeinde Schmitten und Rolf Jäger vom Taunusklub Gesamtklub verlas die Grußworte vom 1.Vorsitzenden Alexander Simon. Vielen Dank für die Geschenke, die nach der Rede dem Verein überreicht wurden.
